Kurztrip nach London & London Fashion Week

Amsterdam, Kopenhagen und schließlich London Fashion Week – ein kleiner Traum von mir ist wahrgeworden, als ich Anfang letzten Monats mit Sarah nach London zur Modewoche gereist bin.

Bereits nachdem ich vor zwei Jahren in London war, wusste ich dass ich wiederkommen würde. Mit siebzehn Jahren gefiel mir da schon der Spirit dieser Stadt und die Mentalität der Menschen. London ist für mich ein riesiger Kreativraum auf den verschiedensten Ebenen, ob Popkultur, Musik oder Mode. Unabhängig ob es die Ur-Londoner sind oder Zugezogene, der Kleidungsstil der Londoner ist sehr experimentell und originell – pure Inspiration für mich. Als Landei bin ich trotzdem immer wieder erschlagen von den schrillen Eindrücken in Metropolen wie Paris oder London, was in diesem Fall gar nicht negativ gemeint ist. Ich wusste überhaupt nicht wo ich hinschauen sollte und trottete der lieben Sarah einfach hinterher, die einen kühlen Kopf bei dem verwirrenden U-Bahn-System behielt.

Während unseres Kurztrips lebten Sarah und ich in diesem Apartment von Cuckooz.

Cuckooz selbst wurde erst Anfang letzten Jahres gegründet und verspricht ein Leben wie es die Locals führen. Die Besitzer der Apartments haben in diesem Fall nicht zu viel versprochen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und schätze die Vorzüge solcher Apartments, so kann man einfach im Pyjama frühstücken und muss sich nicht komplett angezogen zu bestimmten Uhrzeiten in einen überfüllten Frühstücksraum mit lauter Hintergrundkulisse begeben. Abgesehen davon hatten wir sehr viel Platz mit einem riesigen Wohnzimmer mit integrierter, moderner Küche, ein großzügig geschnittenes Bad mit Duschwanne und einem super gemütlichen Schlafzimmer, das über einen riesen Kleiderschrank verfügt, in dem alle unsere Fashion Week Looks Platz hatten. Die Apartments bieten alles was man braucht, natürlich auch kostenfreies Wlan (für uns Blogger unerlässlich). Dabei achtet das Team selbst auf die kleinsten Details wie einem Regenschirm in der Garderobe, der einen beim typischen Londoner Wetter trocken hält.  Auch die Einrichtung war überhaupt nicht hoteltypisch anonym, sondern von der lokalen Künstlerin Camille Walala eingerichtet. Geometrische Formen und Primärfarben durchzogen unser Apartment und sorgten für ein heimeliges Gefühl. Im Vergleich zu einem Hotel begenet man bei Apartments den Vermietern oft selbst und erfährt im persönlichen Gespräch von den besten Insider-tipps und places to be. Zusätzlich zu dem persönlichen Kontakt zu unseren Vermietern, enthielt der „C-Z Guide“ tolle Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Bars gleich um die Ecke, was uns die lange Suche im Netz ersparte.

Was ich weiterhin an Cuckooz schätze ist ihr karitatives Engagement, denn das junge Unternehmen spendet pro Übernachtung zwei Pfund an „Refuge“ , eine Organisation, die Frauen und Kinder im Falle häuslicher Gewalt einen sicheren Ort zum Schlafen bietet.Cuckooz vermietet mehrere, wunderschöne Apartments in London, unter anderem in Hoxton, Aldgate East, King’s Cross und Shoreditch .

Vor der Hauptlocation begann schon früh am Morgen das Blitzlichtgewitter der Streetstylefotografen, die einfach draufhielten, egal in was für einer unvorteilhaften Pose man sich gerade fand. Wenn man dann mal höflich gefragt wurde, ob man damit einverstanden sei fotografiert zu werden, wurden diese Fragen jedoch meist übertönt durch die Anti-Fell-Protestanten, die sich vor dem Eingang versammelten und „Shame on London Fashion Week!“, „Shame on you!“ und „Its their life not ours“ im Chor gröhlten. Dazu mengte sich das markerschütternde Schreien von Tieren, die gerade gehäutet werden, was in regelmäßigen Abständen von einem Rekorder abgespielt wurde. Mir sträuben sich jetzt noch die Nackenhaare, wenn ich an die Menschenmassen denke, die sich mit Kunstblut beschmierten und die dazugehörige Geräuschkulisse.

Ich sah keinen einzigen Fashionista in den drei Tagen Echtfell tragen, damit möchte ich jedoch nicht sagen, dass der Protest überflüssig ist. Solange er so friedlich verläuft wie in diesem Fall, unterstütze ich einen solchen Aufstand und zähle mich selbst auch zu der Gruppe der Pelz-Gegner.

Von dem Gegröle draußen war in der gut insolierten VIP-Lounge nichts zu hören, einzig und allein das hektische Tippen auf Macbooks gestresster Moderedakteurinnen, die gerade noch die Eindrücke der letzten Show auflisteten, war zu vernehmen. Zwischendurch schob man sich ein paar der kostenlosen, super gesunden Snacks in den Mund wie Avocado Toasts, rote Beete Salat und grüne Smoothies, bevor das Macbook in der Designertasche versenkt wurde, man sich diese über die Schulter warf und zur nächsten Show hetzte. Mir gefiel das elitäre Gefühl in der Lounge zu sitzen, immerhin war es jederzeit möglich, dass ein exklusiver Gast den loftartigen Raum betrat. Wir verweilten hier jedoch nie lange, auch wenn ich die zahllosen, namenhaften Hochglanzmagazinen, die auf Desiger-Möbeln drapiert waren gerne ausführlicher gelesen hätte.

Der Platz vor der Hauptlocation ist also unglamouröser als man es sich immer vorstellt, wenn man zum Beispiel Streetstylebilder von großen Influencern sieht. Apropos große Influencer, Sarah und ich hatten die Chance Annabel Pesant und Nathalie van den Berg , Ana Johnson und Carmen Mercedes kennenzulernen. Neben diesen Top-Instagrammern hatte ich weiterhin eine tolle Begegnung mit Topmodel  Marjan Jonkman, die alle großen Shows in der Woche zuvor in New York gelaufen ist und in London für Versus Versace, Tommy Hilfiger und Topshop den Catwalk betrat. Klischeehafterweise betrat sie das Cafe, als ich gerade an meinem Brokkoli Smoothie nippte und ihr mit meinen noch leicht grünen Zähnen entgegegn strahlte.

 Posing game strong mit Ana Johnson

Fanboy Benji mit Topmodel Marjan Jonkman

Die Präsentation von Designerin Irene SJ Yu erinnerte mich mit ihren Streifen sehr an Kenzo. Besonders gefiel mir die Auswahl an Models.

Sadie Williams setze bei seiner Kollektion auf Mustermix und Metallic-Elemente.

Katie Ann Mcguigan zeigte graphische Prints auf Wallawalla-Kleidern, die Farben gelb und orange durchzogen ihre ganze Kollektion.

Die Abreise aus London fiel mir sehr schwer, jedoch freue ich mich umso mehr im nächsten Jahr wiederzukommen. In London erhielt ich Lob, Anerkennung und Zuspruch für meine unkonventionellen Looks. Ich freute mich über jedes Foto, was von meinen Outfits gemacht wurde und noch mehr über die, die ich später im Netz fand.

Dieser Blogpost würde ewig lang werden, wenn ich euch all meine Eindrücke schildern würde. Aus diesem Grund empfehle ich euch bei Sarah vorbeizuschauen, die auch versucht hat unsere unzählbaren Eindrücke in einem Post zu verarbeiten. Ihren Blog findet ihr unter http://confusionofart.com/.

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Autor: benjisbilderbuch

Hey peeps, my name is Benji I´m 18 years old and I´m from Germany. I´m studying Fashion Management in Cologne and I´m obssessed with fashion and photography.

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